Beschreibung
der Volkstanzgruppe Edelweiss Klagenfurt
Allgemeines
Die Volkstanzgruppe
Edelweiß Klagenfurt wurde im Jahr 1936 in Klagenfurt
gegründet.
Seit dieser Zeit ist die Gruppe nicht nur als Pfleger des überlieferten
Kärntner Tanzgutes, sondern auch für die Wiederbelebung der alten Gailtaler
Tracht bekannt.
Die Mitglieder der Gruppe kommen aus den verschiedensten
Berufsgruppen. Alle haben sich in ihrer Freizeit der Aufgabe gewidmet,
das Kärntner Brauchtum, im speziellen die Trachtenpflege, den Volkstanz
und die Volksmusik weiter zu pflegen und weiterzugeben. Dieser Aufgabe
erfolgreich nachkommend, gelingt es der Gruppe auch das heimische Brauchtum
anderen Völkern näherzubringen, was der Gruppe den Ruf eines "Botschafters
in Sachen Brauchtum" einbrachte. So konnte man aufgrund von
Einladungen internationaler Organisationen das Kärntner bzw. Österreichische
Tanzgut sowie die Tracht in Mexiko, Russland, Türkei, Tennesee und
Missouri (USA), Bahrain, Verein. Arab. Emirate, Sultanat Oman (1989,
1991), Bosra Festival 2003 (Syrien), sowie in nahezu
allen europäischen Ländern der dortigen Bevölkerung, vorstellen.
Aufgrund
der Verdienste um die Landeshauptstadt Klagenfurt wurde der Gruppe 1986
das Stadtwappen verliehen.
1996 wurde
die Gruppe Edelweiss für die Verdienste um die Brauchtumspflege, vom Land
Kärnten mit der Verleihung des Landeswappens ausgezeichnet.
2006 erhielt die Gruppe anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens den Ehrpfennig der Landeshauptstadt Klagenfurt überreicht. 
Zur Tracht
Durch den
Dobratschabsturz in Folge eines Erdbebens im Jahre 1348 wurde die Gail
aufgestaut und die Bildung von Sumpfwiesen verursacht. Das saure Gras
ermöglichte die Pferdezucht in diesem Tal, das an der Drehscheibe Kärnten
- Friaul - Krain liegt. Kein Wunder, dass die Gailtaler seit jeher als
Frächter aufscheinen und dem Verkehr zwischen den Adriahäfen (Triest und
Venedig) und dem Alpenvorland (München, Augsburg) dienten. Von diesen
Fahrten brachten die Männer Erinnerungsstücke mit, die oft auch zur Tracht
übernommen wurden. So ist es erklärlich, dass gerade diese Tracht sich
rasch änderte und immer wieder in neuen Formen aufschien.
Die Frauentracht





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Wenn
man heute von der Frauentracht in Kärnten spricht, dann denkt man
sofort an die bunte, kurze Kirchtagstracht des unteren Gailtales,
die beim Kufenstechen und beim Lindentanz lebendig geblieben ist.
Durch die Kürze und ihre Farbenfreudigkeit unterscheidet sich die
Untergailtaler Frauentracht auffallend von den sonstigen dunklen,
langen Formen der Bänderhut- oder Goldhaubentrachten Kärntens.
Das farbenfrohe, rückwärts geknotete, seidene Kopftuch, die weitärmelige Bluse mit dem Faltenkragen, ein dreieckiges, über der Brust getragenes, in den Gürtel eingebundenes, seidenes Brusttusch, der dunkle, grün besetzte, kurze Faltenrock, die farbige faltenreiche Druckschürze, das Spiel der Unterrockwellen, der enge Tanz- (Anstands-) Rock, die hervorschauende, spitzenbesetzte Hose, die die Waden betonenden Zipfelstrümpfe mit den roten maschenverzierten Strumpfbändern, der federkielbestickte Ledergürtel (mit herabhängenden Messerriemen und Bänderschmuck) und die schwarzen, tief ausgeschnittenen Niederschuhe kennzeichnen diese bunteste Kärntner Frauentracht. |
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Die Männertracht





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-wird
heute wie vor rund 200 Jahren von Bauern, die damals auch Pferdezüchter
und Fuhrleute der Salzstraße (Hallein - Triest) waren, getragen.
Sie besteht aus der schwarzen, knielangen Hirschlederhose, den
langen braunen Schaftstiefeln, einem weißen Leinenhemd mit weiten Ärmeln
und darüber ein Samtleibchen mit Silberknöpfen.
Ein buntes Seidentuch
um den Hals verknotet und darüber ein brauner Samtrock.
Eine Zipfelmütze,
die je nach Jahreszeit getragen
wird, darüber ein schwarzer Schlapphut bedecken den Kopf. |
Jedes
Trachtenstück bei der Frauen- und Männertracht der Volkstanzgruppe
Edelweiß Klagenfurt entspricht dem Schnitt nach, sowie dem Material
(das zu beschaffen, heute größte Schwierigkeiten bereitet) genau
dem altüberlieferten Original. So werden in unserer Gruppe noch
federkielbestickte Gürtel mit den Jahreszahlen 1809, 1813 usw.
bei Auftritten getragen. |
Unsere Spielmusik
Allgemeines
Schon seit eh und je ist es so, das die Musik eines der wichtigsten Komponenten beim Tanzen ist.
Früher wurden Tänzerinnen und Tänzer oder Tanzgruppen meist von großen Kapellen - Blasmusikkapellen begleitet.
Doch aus Mangel an Musikanten kam es aber immer mehr zum Vorschein, dass Tanzgruppen meist nur einen Harmonikaspieler zum Musizieren hatten.
Das Bestreben in unserer Tanzgruppe war aber immer darauf gerichtet, die musikalische Begleitung durch ein Trio oder noch größerer Besetzung zu sichern.
Nach dem Krieg waren es die "Remschnig - Schrammeln", später löste Fritz Adlassnig dieses Quartett ab, und seit dem Jahre 1950 begleitet Arnulf Wadl mit verschiedenen Besetzungen die Gruppe.
Neben der Spielmusik von Arnulf Wadl hat sich im vorigem Jahr eine neue Spielmusikgruppe mit der Besetzung: Klarinette, zwei diatonische Harmonika und Tuba gebildet.
Da wir in unserer Volkstanzgruppe in der glücklichen Lage sind noch mehr musikalische Talente zu haben, können wir natürlich auch mit der Besetzung noch etwas variieren (z.B.: bei Messen oder Weihnachtsfeiern, wo die Ansprüche eher schon in die geistliche Musik übergehen). 
Aktuelles
Die jetzige Volksmusikgruppe der Volkstanzgruppe Edelweiß legt besonderen Wert darauf, schon bei der Auswahl der Stücke sowie bei der Interpretation an das Bodenständige zurückzugreifen. Die Hauptaufgabe sehen wir darin, das wir die Stücke von alten Musikanten übernehmen und diese für die jeweilige Besetzung bearbeiten. Die Volksmusikgruppe ist auch bestrebt die Volksmusik sowie den Volkstanz in ursprünglicher Form zu pflegen und weiterzugeben.
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